Problematische Diskrepanz

715 % mehr E-Autos als noch 2018, allerdings nur 188 % mehr Ladestationen

    •    Ausbau der Ladeinfrastruktur hinkt Anstieg der E-Auto-Zahlen hinterher
    •    25.323 Ladestationen kommen auf 438.950 angemeldete Elektroautos
    •    Benzinkosten bei Durchschnittswerten (Laufleistung/Verbrauch/Kosten) 90 % höher als Stromkosten für E-Auto
    •    Reparaturkosten bei Unfall fallen bei E-Auto im Mittel 30 % höher aus

Während die Forcierung von E-Fahrzeugen stark voranschreitet, hinkt der Infrastrukturausbau nach wie vor hinterher: so stieg die Anzahl der angemeldeten E-PKWs in Deutschland binnen der letzten 3 Jahre um 715 %, wohingegen es bei dem Anstieg der Ladestationen lediglich ein Plus von 188 Prozent zu verzeichnen gibt. Dies geht aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervor.

Im dritten Quartal stieg die Anzahl der Elektroauto-Ladestationen in der Bundesrepublik auf 25.323 an. Indes sind in Deutschland 438.950 Elektroautos angemeldet. Nicht zuletzt aufgrund der mitunter langen Ladezeiten gilt die Diskrepanz zwischen Fahrzeuganzahl und Ladestation-Infrastruktur als problematisch.

Trotz des fulminanten Wachstums ist der E-Auto-Anteil am Gesamtbestand noch verhältnismäßig gering. Dies soll sich allerdings rasch ändern. Experten prognostizieren einen Anteil von 11,1 Prozent bis 2025 und einen Anteil von 24,4 Prozent bis zum Jahr 2030. Weichenstellungen der künftigen Bundesregierung könnte hierauf noch wesentliche Effekte haben.

Dabei sind E-Fahrzeuge keineswegs unumstritten. Zwar sind viele Branchenbeobachter der Auffassung, dass diese ökologischer und nachhaltiger sind als konventionelle Verbrenner, doch auch in dieser Hinsicht werden kontroverse Diskussionen geführt. Auch in puncto Kosten gibt es keineswegs einen breiten Konsens.

Wie die Infografik aufzeigt, fallen bei einem Benziner (Durchschnittswerte bei Verbrauch, Preis und Jahreskilometern) jährlich 1.385 Euro Benzinkosten an. Bei gleicher Laufleistung entfallen auf einen Stromer lediglich Stromkosten in Höhe von 730 Euro. Doch dies ist nur eine Seite der Medaille.

So fallen die Reparaturkosten bei einem Stromer bei einem Unfall im Durchschnitt etwa 30 Prozent höher aus. Maßgeblich mitverantwortlich hierbei die hohen Kosten für Akkus.
Ungeachtet der strittigen Punkte befinden sich Elektroauto-Hersteller im Aufwind, wie unter anderem ein Blick auf das Börsenparkett deutlich macht. So konnte Tesla im 12-Monats-Rückblick 84 Prozent an Marktkapitalisierung zulegen, wohingegen der Zugewinn bei Daimler mit 66 Prozent zu Buche schlägt.

Hier geht es zum ausführlichen Beitrag mit weiteren interessanten Informationen und anschaulichen Infografiken

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